Tiefseeschlamm könnte die Vormachtstellung Chinas bei der Förderung an Seltenen Erden (REE) gefährden. Wie die Nature Geoscience berichtet, haben japanische Forscher im Ostpazifik reichhaltige Vorkommen an REE entdeckt.
Bisher ist China mit seinen Lagerstätten weltweit führend in der Förderung dieser begehrten Elemente. Doch nach Entnahme von Bohrkernen und ihrer Untersuchung wurde eine fast doppelt so hohen Konzentration im östlichen Pazifik festgestellt. Der Tiefseeschlamm liegt dort am Meeresboden dicht verteilt, allein die Konzentration auf einem Quadratkilometer könnte 1/5 des Jahresbedarfs decken.
Als Ursache werden hydrothermale Quellen genannt, die diese Elemente in so hohen Mengen am Meeresboden ablagern. Meeresströmungen in diesem Bereich könnten die Minerale außerdem weit verteilen, so dass weitere riesige Vorkommen nicht ausgeschlossen sind.
Derzeit werden in dieser Region weitere Untersuchungen angestellt, um zu sehen, ob sich der Abbau auch wirtschaftlich lohnt. Sollten sich diese Ergebnisse bewahrheiten, wird könnte durchaus ein “Goldrausch”, vergleichbar mit dem Amerikas im 19. Jhd., losgetreten werden.
by Erik Vranic